Von Kanada in die USA

Liebe Leute, wir sind jetzt gerade auf dem Weg von Bozeman, Montana nach Mount Rushmore, South Dakota. Mt. Rushmore kennt man aus vielen amerikanischen Filmen. Es ist nämlich der Ort, wo die Gesichter der alten Präsidenten in den Fels gehauen sind. Das sind einige Meilen und genug Zeit einen Blogeintrag zu verfassen und ich habe ja auch einiges aufzuholen. Haben die letzten zwei Wochen in Rossland verbracht, eine kleine Stadt ganz im SÜd-Westen von British Columbia. Dort wollten wir ursprüngliche einen ganzen Monat bleiben und einfach Snowboard fahren auf RED Mountain. Wir haben uns allerdings dagegen entschieden, einen Monatspass für das Skigebiet zu holen, weil es nicht klar war, ob überhaupt noch Schnee fällt und das Skigebiet dann überhaupt offen bleiben kann. Und wir lagen zumindest halb richtig mit unserer Entscheidung. Das Skigebiet wurde am Tag unserer Abreise (am 16.3.2015) geschlossen. Nachdem allerdings am Sonntag 20 cm Schnee gefallen waren. Eine komische Entscheidung eines Skigebiet-Besitzers aus Californien, die auch zu Missmut unter den Bewohnern Rosslands geführt hat. (Rossland got californicated! Es ist wohl mittlerweile ein weitverbreitetes Problem in schönen Regionen Kanadas und der USA, dass reiche Menschen aus Californien einfach Regionen aufkaufen...). Wir hatten trotzdem eine schöne Zeit in Rossland: Hauptsächlich waren wir wandern und haben versucht (ohne Schneeschuhe) Gipfel zu erklimmen. Allerdings sind die Wanderungen hier in den Bergen eine andere Nummer als die sonntäglichen Wanderungen im Pfälzerwald. Einmal mussten wir umkehren ohne den Berg erklommen zu haben, aus Angst vor abgehenden Lawinen und weil es einem einfach mulmig wird, wenn man ganz alleine irgendwo in der Wildnis rumstapft. Die Bären schlafen zwar noch, aber es sind ständig Cougars unterwegs, die auf Bäumen lauern und bei Elchmangel auch mal mit Menschenfleisch vorlieb nehmen. Auf den Warnschildern, die an jedem Wanderweg angebracht sind, stehen auch meistens gute Überlebenstipps, falls man einem Bären über den Weg läuft. Für Cougars sind die Tipps allerdings relativ kurz gehalten, da man eh keine Chance hat. Haben aber alle Wanderungen gut überstanden und tolle Berge und Wälder gesehen. Haben aber auch relativ viel geschillt in Rossland und unseren australischen Mitbewohner Steph und Kyle Wizard beigebracht☺. Die kannten das noch gar nicht und waren hell auf begeistert. Natürlich waren wir auch ein paar mal Skifahren. Aber ohne Neuschnee ist das eben nur wenig befriedigend. Einen Tag sind wir nach Nakusp gefahren und haben dort nach nicht-kommerziellen Hot Springs gesucht. War super schön. Man stellt sich das so vor, dass man ewig im Internet herum sucht bis man den Namen der heißen Quelle herausfindet und dann nach dem Weg schaut. Man wandert dann so ein halbe Stunde in den Wald rein und hält Ausschau nach dampfendem Wasser. Und dann sieht man eine kleine Überdachung aus Holz und einen provisorischen Felspool, den irgendwer gebaut hat. Man reißt sich mitten im Winter und mitten im Wald die Kleider vom Leib und springt in eine natürliche Badewanne. Ich liebe es! Außerdem haben wir unsere alte Farm besucht im Slocan Valley, wo wir vor 4 Jahren gearbeiten haben (die selbe Farm, wo Bernadette und Christian auch gearbeitet haben). Wir wurden wie immer herzlich empfangen mit gutem Essen und vielen Geschichten aus den letzten Jahren. Leider ist die alte Besetzung der Hunde und der Katzen komplett verstorben (Buckwheat ist gestorben und Tex wurde weg gegeben, weil er angefangen hat Leute zu beißen). Die neue Besetzung ist aber auch nicht schlecht. Ann und Brian haben sich nämlich einen braunen Labrador Leroy zugelegt und eine schwarze Pudelfrau angelegt, die fleißig waren und mittlerweile schon die zweite Ladung Labradoodles geliefert haben. Man stelle sich 8 kleine schwarze Welpen vor mit dem goldigsten Gesicht der Welt und leicht gewelltem Fell. Super Süß!!! Wir haben uns dann aber entschieden, Rossland frühzeitig zu verlassen und einen Roadtrip durch die USA zumachen. Wir fahren einen großen Loop über Denver und die Nationalparks dort zurück nach Spokane (ca. 2 Stunden von Rossland). Fast am meisten freue ich mich auf Denver, da ich dort Greer wiedersehen werde, eine amerikanische Freundin, die ich in Venezuela kennengelernt habe. Bisher waren wir nur in Bozeman, wo wir endlich ein bisschen Powdersnow in einem Skigebiet namens Big Sky gefunden haben und uns einen Tag die Stadt sowie eine Bildungseinrichtung/ Zoo über Wölfe und Bären angeschaut haben. Letzteres ist leider nicht weiterzuempfehlen, da das Grizzly and Wolf Discovery Center eher einem Zoo ähnelt als einem Ort, an dem man was zu diesen Tieren lernt. War aber trotzdem cool einen Grizzly Bären zu sehen☺. Wir Couchsurfen den ganzen Weg und hatten in Bozeman sehr viel Glück mit unserer Unterkunft. Haben bei vier Jungs geschlafen, die alle total cool und witzig waren und ein echt gemütliches Haus bewohnt haben. Bis bald Hannah

20.3.15 22:46

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