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es ist viel passiert...Rio de Janeiro

Nach langer Zeit (mir kommt es durch die vielen Erlebnisse zumindest recht lange vor) melde ich mich malwieder und hoffe ihr habt nicht aufgegeben auf den Blog zu schauen.

Nachdem Hannes und Annemarie mich verlassen haben hatte ich einige sehr intensive Tage mit Karina. Bin mit ihr zu ihrer Familie gefahren nach Umuarama, weil ihr Uropa (97 Jahre) im Sterben lag. Er ist dann Freitags gestorben und ich habe die ganze brasilianische Begraebniskultur miterlebt und kann denke ich schon einige portugiesische Gebete auswendig, nachdem der Rosenkranz ein paar mal durchgebetet wurde...Dieses Ereignis hat natuerlich die Zeit dort ueberschattet, nichtsdestotrotz war Karinas Familie sehr sehr nett und die Zeit dort schoen!!!

Nach 5 Tagen ohne Hannes und "suegra" bin ich ihnen dann voller Sehnsucht hinterhergereist nach Votuporanga, in die Stadt von Hannes eher im Landesinneren von Brasilien. Die Busfahrt war lange und aetzend, aber nach so 18 Stunden Reisedauer und vielen Kuehen, Zuckerrohrfeldern und Wiesen kam ich endlich dort an und wurde von Hannes und seinen ehemaligen sehr netten Gasteltern (beides Zahnaerzte) vom Busbahnhof abgeholt...Ich wuerde ja gerne schrieben welches Datum oder zumindest Wochentag das war, aber ich kann mich nicht erinnern, weil alles so ineinander verschwimmt...InVotuporanga war es zumindest warm und  gemuetlich. Hannes hat sich sehr wohlgefuehlt und seine Leute wiedergesehn, die ich auch alle laessig fand, trotzder mehr oder weniger grossen Sprachbarriere.

Zur Sprachbarriere...Portugiesisch ist echt wie spanisch, nur dass man es komisch  ausspricht und manche Woerte sich unterscheiden. Aber ich komme recht gut klar und kann bier und Kaffee bestellen, was mir zum Ueberleben erstmal ausreicht... Nein, viel feiern und trinken tun wir in Wirklichkeit eher selten, wegen Geld und Energiemangel...

Nach Voturporanga gings dann endlich nach Sao Paolo zu Marina, die uns morgens mit ihrem kleinen Auto abgeholt hat. Die meisten kennen Marina aus Erzaehlungen, fuer die anderen eine kleine Becshreibung: Marina war eine der besten, wenn nicht die meine beste Freundin in Venezuela, die mich in der Weihnachtszeit auch schon in Deutschland besucht hat. Dort wurden wir ja demenstsprechen auch gut versorgt, sind aber nur 2 Naechte dort geblieben, weil Annemaries Tage (nur auf die Reise bezogen natuerlich) gezaehlt sind und wir noch 2 Stationen vor uns hatten. Naemlich Paraty und Rio. Zu Sao Paolo ist nicht viel zu sagen. Ziemlich gross und unangenehm. Der erste Eindruck war ein Typ mit kugelsicherer Weste und viele getsresste Menschen, ausserdem ein Wahnsinn an Verkehr...

Fortsetzung folgt....obendrueber...

2 Kommentare 7.6.10 05:01, kommentieren



Paraty/ Rio

Weitergehts mit Paraty wo wir Freitagmorgen hingefahren sind. 6 Stunden mit dem Bus von Sao Paolo entfernt. Paraty ist ein gemuetliches kleines Stranddorf und damit das krasse Gegenteil von Sao Paolo, was ich als sehr angenehm empfunden habe. Dort haben wir endlich das Meer gesehn und gespuert. Der erste und der dritte Tag waren schoen mit Sonne und so, nur der zweite Tag, an dem wir eine 5-stuendige Bootstour gemacht haben, war verregnet und windig, deshalb liegt Hannes jetzt im Sterben (Husten und Schnupfen, aber aus geheimen Quellen weiss ich, dass er eher als wehleidig einzustufen ist...) Ich versorge ihnund hoffe, dass er bald wieder auf dem Dampfer ist udn mich vorallem nicht ansteckt.

Sonntags sind wir dann nach Rio weitergefahren, also heute...Urspruemglich war kurz im Gespraech, ob Hannes und ich nicht nochmal kurz nach Sao Paolo fahren, weil da heute 3 Millionen Homosexuelle auf der Avenida Paulista unterwegs waren. Aber wir haben uns dagegen entschieden, die Anfaenge haben wir allerdings schon am Donnerstag mitbekommen und es war sehr skurril, wir kamen uns schon fast komisch vor so als geschelchterunterschiedliches Paerchen..also nicht Sao Paolo, sondern Rio...

Von Rio haben wir bisher nur verschiedene Busbahnhoefe gesehn, die machen aber zumindets einen besseren Eindruck als in Sao Paolo. Trotzdem begeistert mich diese Ankunft hier sehr. Ich will euch gerne erzaehlen warum...Von Karina haben wir den Tipp zum Couchsurfen bekommen, man registriet sich also im Internet und kann dann in der ganzen Welt nach freien Plaetzen auf Sofas suchen, eigentlich nur zum experimentieren habe ich gleich mal in Rio gesucht und ein paar Leute angeschrieben, die auch sofort geantwortet haben. Einer eben mit Ja, naemlich ein Andreh. Nach ein paar Mails war klar, adss wir bei ihm bleiben koennen. Heute sind wir leider etwas zu spaet angekommen als angekuendigt und wir haben ihn nur ganz kurz getroffen, als wir grade gekommen und er grade gegangen ist.

Nach kurzer Umarmung und Kennenlernen hat er uns seinen Schluessel in die Hand gedrueckt und gesgat, dass er wge muss und wir uns am Dienstag sehn...und Tschuess. Die Wohnung ist klasse und er hatte uns sogar was gekocht. Er scheint eine rundum sympathische Person zu sein (bestimmt gruen, war Hannes augenrollender Kommentar...) und hat ein Urvertrauen in das gute im Menschen, sonst haette er nicht Wildfremden einfach seine Wohnung gegeben...Hier sitze ich also an seinem Laptop und tippe vor mich hin, waehrend Annemarie Tagebuch schreibt und Hannes...was wird er schon machen...er schlaeft

Es tut mir leid, wenn ich nur sehr wenige persoenliche Mails schreibe, aber das liegt daran, dass ich echt nicht sof oft ins Internet komme und deshalb lieber einmallange schreibe...aber ich freue mich ueber jede Mail die kommt (Marlene wieder in Deutschland, Familie waehrend des Wahlkampfes, Freunde bei der Vorbereitung ihres Auslandsjahres usw...) 

In Liebe...

Hannah

5 Kommentare 7.6.10 05:18, kommentieren

Rio.Sao Paulo.Trancoso.Itacare

Ich habe meine Internettaetigkeiten leider ziemlich vernachlaessigt, aber werde versuchen, das hiermit ein bisschen aufzuholen.

Hannes und ich sind jetzt endlich in der Sonne angekommen, weil wir viel weiter im Norden sind, seit wir von Sao Paulo nach Porto Seguro geflogen sind und damit ein gutes Stueck Kueste uebersprungen haben. Aber fangen wir von vorne an.

Nachdem wir in Rio laenger gebleben sind als erwartet, weil wir so begeistert waren von unserem Gastgeber und vorallem vom Fifa Fan Fest an der Copacaban, von wo aus wir die ersten WM Spiele genossen haben, hatten wir kaum noch Zeit in Sao Paulo. Aber es hat noch gereicht um zumindest 2 schoene Tage mit Marina zu verbringen. Am 16.6. habane wir dann das Flugzeug genommen, statt die ewig langsamen Omnibusse hier. War eine nette Abwechslung. Wir sind dann also irgendwann mittags in Porto Seguro angekommen und haben und mit unseren Kolosssaecken erstmal an einen nahegelegenen Strand gelegt, um die Sonne zu geniessen.

Obwohl wir auch einen Couchsurfer in Porto Seguro gefunden hatten, haben wir uns entschieden nach Trancoso zu einem etwas aelteren Couchsurfer zu gehn, um dort zu uebernachten. Trancoso ist ein kleines sehr sehr schoenes und in der Ferienzeit hauptsaechlich von reichen Paulistas (die Menschen aus Sao Paulo) besiedeltes Dorf. Und dort wurde es dann auch ein wenig skurril...Erstmal haben wir ewig gebraucht, um das Haus ueberhaupt zu finden, weil es wirklich mitten im Wald stand und es schon sehr dunkel war zu der Zeit als wir da ankamen. Ein bisschen ziellos sind wir dann auf megadunklen Waldwegen entlanggeschlappt, begleitet von 2 Motortaxistern, die uns hierhergebracht hatten (was eine gruselige Sache ist, weil ich noch nie Motorrad gefahren war und die Wege echt viele Loecher haten, aber wir kamen trotz allem sicher an). Nach langem hin und her, kam dann enldich ein alter Mann, um seine Pforten fuer uns zu oeffnen. Ein Portugiese. der erst seit kurzem in Trancoso mit seinem Sohn lebt. Er war ein alter Kommunist, der jetzt fuer ein Fluechtlingshilfprogramm der UN arbeitet und in Portugal dieGruenen waehlt, also ganz unsere Wellenlaenge. Er hat drei echt nette Hunde und drei Pferde, mit denen wir dreimal ausgeritten sind (meine Hintern shmerzt mir immernoch davon), am Strand entlang bei Sonnenuntergang im Gallopp, also so richtig klischeehaft. Auch hier sind wir wieder laenger haengen geblieben als wir wollten, Stattdrei Tagen Aufenthalt, waren es dann wohl 5 oder 6. Aber irgenwann ahben wirs dann geschafft und unsere 7 Sachen gepackt, um nach Itacare zu fahren.

Itacare, wo ich auch grade an einem Computer sitze, ist ein genauso kleines Dorf am Strand, nur dass ich das Gefuehl habe, dass die Bewohner juenger und gedegener sind. (Jeder zweite hier ist ein schwarzer Rastaman). Hier sind wir seit 2 Tagen und liegen am Strand rum und starten die ersten Surfversuche auf unserer Reise. Heute gehts an die schoensten Straende, die Hannes in seinem ganzen Leben je gesehn hat (er redet immer im Superlativ). Und um da nicht so spaet hinzukommen, gehe ich jetzt mal Hannes wecken und dann fruehstuecken.

Ich freue mich ueber Neuigkeiten von euch!!

1 Kommentar 24.6.10 13:19, kommentieren