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venezolanischer Alltag mit austauschschuelerischen gedanken

Halli Hallo,

 es sind jetzt schon 1 1/2 monate vergangen, seitdem ich von der grossen Reise wieder da bin, also schreibe ich auch neue Geschichten aus dem Sueden.

Ich fuehle mich immer wohler und die Zeit vergeht immer schnelle und die Heimreise kommt immer naeher, und mit dem Naeher kommen wachsen verschiedene Aengste. Aber zu jeder Angst gibt es auch eine Vorfreude dazu. Das ist ein komisches Gefuehl und fast wuensche ich mir ich wuerde schon morgend in Speyer sein und Venezuela hintermir haben , um mir nicht mehr den Kopf zerbrechen zu muessen, wie es denn sein wird, wenn ich wiederkomme. Ich werde in der 12. sein und weniger wissen als in der 8., alle werden Autofahren koennen und ich werde zum ersten Mal ein Lenkrad beruehren (ich habe echt noch nie auf der Fahrerseite gesaessen), der Zirskus wird ein anderer sein, in der Theatergruppe werden alle studieren gehen, die Gruene-Jugend hat auch viele neue Leute und ueberhaupot habe ich eben ein Jahr Leben nicht mitbekommen. Und fast das schwerste ist die Menschen hier zurueckzulassen mit dem Wissen, dass man die meisten nie mehr sehen wird. Ueber diesen Kram denke ich immer oefter nach, auch weil ich den Abschied von Karina mitbekommen habe, der echt schlimm war, ich habe noch nie so viel geweint.Genug davon.

 Ich habe jetzt angefangen in einer Theatergruppe von der Universitaet hier mitzumachen. Das macht mir sehr viel Spass auch wenn es nochmal mehr ueberwindung kostet in spanisch zu spielen als in deutsch. aber ich spiele dann einfach immer auslaender, stewarduessen oder andere komische Gestalten, die einen Akzent wie meinen haben koennten. Die Gruppe habe ich auch schon ins Herz geschlossen und ich mache mit ihnen auch am Nachmittag. Ansonsten spiele ich Billiard, verkaufe Armbaender, rede mit Menschen oder lese. Ab und zu gehe ich wandern, da meine beiden Fuesse ja jetzt wieder super funktionieren. Ich glaube ichy geniesse meinen Austausch ganz ordentlich.

Die politische Lage ist wieder ein bisschen angespannter, weil der 2. maechtigste mann von der "gerilla", eine terroristen Gruppe,die Menschen entfuehrt und ermordet, von der kolumbianischen Armee umgebracht wurde, was eigentlich nicht so schlimm ist oder vielleicht sogar besser fuer alle. Das ganze ist aber auf ecuadorischem Terrain passiert und Ecuador wie Hugo Chavez auch, findet die "gerilla" gar nicht schlimm und ist jetzt sauer auf den kolumbianischen Praesident. Die botschafter von venezuela und ecuador wurde aus Kolumbien geholt und die kolumbianischen Botschafter wurden nach Kolumbien zurueckgeschickt und die Grenzen zu Kolumbien sind jetzt staerker militarisiert, eine kurz zeit waren sie sogar geschlossen. Fuer mich heisst das nur, dass ich nicht mehr billig einkaufen gehen kann in Kolumbien, aber mehr eigentlich nicht...Ich hoffe dieser politische Vorgang ist mehr oder weniger richtig erklaert von mir, weil ganz genau versteh ich das ja nie auf spanisch...wenn nicht, dann schreibt kommentare und belehrt mich, (dieser aufruf gilt besonders fuer andreas a.)

was gibt es noch zu sagen. ich komme am 11.juli um 9 uhr morgens in frankfurt an...also sehen wir uns schon bald.im moment bin ich ein bisschen enttaescht, dass so wenig leute komentare schreiben und wuerde mir mehr wuenschen. Ich denke an den Zirkus und hoffe sehr, dass ihr das alles wieder in den griff bekommt!! einen gruss an alle leute die fuehrerschein machen und noch an luise, die bald geburtstag hat und luisa, die schon hatte, aber ich immer noch nicht angerufen habe...aber ich habe an sie gedacht am 9.!!!

 hasta luego

9 Kommentare 12.3.08 20:28, kommentieren