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Merida, die erste Reise mit Rotary!
Am 21.10 ging's los und zwar mit dem ersten Treffen von Rotary, wir wurden malwieder ueber unsere Rechte und Pflichte und Verbote aufgeklaert bis dann eine Tanzgruppe kam, die Jazz, Walzer, Tango getanzt hat, aber erst richtig aufgeblueht ist beim Salsa. Dieser Tanz ist einfach bei allen VenezolanerInnen im Blut! Auf diesem Treffen hat man dann zum Erstenmal die Leute gesehen, mit denen man jetzt eine Woche durchs Land reisen wird...

Am naechsten Morgen 7 Stunden Busfahrt nach Merida, kurz vor Merida sind wir dann aber zum Stehen gekommen und wir wurden in einem kleinen Hotel untergebracht, indem uns erstmal die Cucarachas Willkommen geheissen haben, dass war erschreckend, aber zum Glueck nur fuer eine Nacht. Das war ausserplanmaessig, weil in Merida ein Fussballspiel war und wohl ganz Merida voll von hupenden Autos war, an denen wir nicht vorbeigekommen waeren bis zu unserem Hotel. Im Hotel haben wir gegessen und geredet, wobei ersteres einfacher ist. Die ganzen Sprachen waren echt verwirrend und nach einer Zeit hat man sich auf drei Sprachen gleichzeitig unterhalten (Muttersprache, Englisch und Spanisch) oder man hat gehofft , dass man eine Sprache findet auf der man sich recht gut verstehen kann...mit den meisten Englisch oder deutsch, mit einigen anderen Spanisch. Aber in so einer Gruppe fuehlt man sich mega multikulturell und wie eine Frau von Welt. Wir haben uns dann nochmal aufgemacht in die "Montana de los suenos", das war ein kitschiger park, in dem man Fotos schiessen konnte, auf denen man alte sachen nachstellt, hier ein Foto in einem alten Auto.

Am 2. Tag sind wir in einen anderen Park gefahren, der aber um einiges schoener war, das war ein altes venezolanisches Dorf, mit netten Bewohnern. Am Schluss, nachdem wir alles gesehen hatten kam der schoenste Teil dieses Tages, wir haben uns alle in de Sonne gelegt und miteinander geredet. (FOTO) Abends gabs dann eine kleine Feier in einem anderen Hotel, das hoeher lag als das erste. Die "Party" war nicht so der Bringer udn auch schon um 12 vorbei, also sind wir in unsere Betten geschluepft und haben und auf ein angenehme Nacht gefreut, die aber ausblieb. Es war bitter kalt und mitten in der Nacht hab ich mich dann angezogen, um ein bisschen Koerperwaerme zu behalten. Aber da hat man gemerkt, dass man grade in den Anden ist. Die naechste Nacht waren wir auf die Kaelte vorbereitet (FOTO). Wir haben auch am 3. Tag ein altes Dorf besucht, dass auch noch Gruseleffekte hatte und Schafe...war ganz nett, aber hier in Venezuela, wird alles immer so inszeniert und kommt nicht wirklich echt rueber. (FOTO) Am 4.Tag haben sind wir in Jeeps noch weiter den Berg hochgefahren, echt tolle aussichten und wir sassen die meiste Zeit aus dem fenster draussen, was einen sehr frei fuehlen lies und klasse war.(FOTO) Oben angekommen waren wir dann in einem noch kleineren Hotel, in einem noch kleineren Dorf untergebracht. der naechste tag war dann der schoenste und anstrengenste.
Um 7 Uhr morgens wurden 35 Esel und 2 Pferde an unser Hotel gebracht um damit die letzten Meter bis zur Gondelstation zu erklimmen. Wir haben und also in 5-er Gruppen auf den 4 stuendigen Weg gemacht- Alle hatten Esel ausser Brooke und ich, die die bescheuerten Pferde erwischt haben, die groesser und ungecshickter waren als die Esel und ich hatte echt Angst, weil das zeitweise steil hoch oder runterging und mein Pferd da immer rumgestolpert ist und nicht wirklcih sicher gewirkt hat. Aber es ist kein einiziges Mal umgefallen. (FOTO) Nach 4 Stunden durch die Landschaft von herr der Ringe auf Eseln, sind wir dann an der Seilbahn-Station angekommen und weiter hoch gefahren auf den touristischen Pico Bolivar, der richtige Pico Bolivar ist noch weiter oben, den kann man aber nur kletternd erreichen und dafuer muss man profi seien, also haben wir uns mit dem anderen begnuegt...lag sogar ein kleines bisschen Schnee.

Das war also bisher der hoechste Punkt in meinem Leben, den ich erklommen habe... Am letzten Tag, dem 27.10. waren wir dann noch in einem botanischen Garten, indem einige auf Baeume geklettert sind, das war mir aber zu teuer, um daran teilzunehmen, also sind wir in einer gruppe losgezogen und haben uns ein bisschen umgeschaut. Dabei sind wir auf einen Grapefruit-Baum gestossen. Das war klasse, wir haben die Fruechte gepflueckt und geoeffnet und uns den mega sauren Saft in den Mund gequetscht...in diesem Moment habe ich mich wirklich wie in Venezuela gefuehlt.

Dann war auch die Reise fast vorbei und wir sind wieder in den Bus nach San Cristobal gestiegen. Und von San Cristobal nach Rubio am naechsten Morgen. Wer jetzt hier unten angekommen ist, hatte echt Ausdauer, ich hoffe ich habe euch nicht zu sehr gelangweilt. Der naechste Bericht ueber meine momentane Lage wird auch noch kommen. Lieben Gruss Eure Hannah



14.11.07 00:17, kommentieren



Montag, Neuanfang in Sancristobal

Ich konnte mich lange nicht melden, weil es in meinem Haus kein Internet gab und ich kaum das Haus verlassen konnte wegen meinen Fuessen, die mir langsam echt auf den Geist gehen.

zu meiner neuen Situation.Ich bin gestern Nachmittag in meinem neuen Haus angekommen, in dem ich bin zum 4.Januar leben werde, also nicht sonderlich lange, worueber ich recht froh bin. also ich bin angekommen und wurde von 2 etwas genervten und mueden Gesichtern empfangen, die mir meine Regeln und Rechte nahegelegt haben, die mich erstmal wirklich geschockt haben.

Unter der Woche habe ich Ausgang bis um 7 Uhr, am Wochenende darf ich mir einen Tag aussuchen an dem ich bis um 12 Uhr weggehen darf.Nach Rubio (meine vorherige Stadt) darf ich kaum noch bis garnicht mehr, weil ich nicht in einem fremden Haus uebernachten darf, aber auch nicht am gleichen Tag zurueckkommen darf. Nikolas, der Vater hat mir also erstmal erklaert, dass mein Leben in Rubio Vergangenheit ist...das ist hart...wie ich finde. die Mutter heißt Sol und ist sehr herzlich, nachdem ich naemlich den ganzen Abend in meinem Bett lag und geweint habe, was normalerweise nicht meine Art ist, kam die Mutter mit nem Kaffee und Keksen, was mich wieder ein bisschen aufgebaut hat. ausserdem gibts nen Keyboard in dem Haus und der Vater wird mir Quarto beibringen, was ein typisches venezolanisches Instrument ist. Fuer diese Familie ist das Familienleben sehr wichtig und wir haben gestern Abend schon zusammen Weihnachtslieder gesungen. ich glaube, es ist schon viel besser mit ihnen Weihnachten zu verbringen, als mit yoleida.

Ich muss sagen , dass die Zeit hier fuer mich schwerer ist als ich dachte und ich schon hin und wieder mit dem Gedanken spiele nach Deutschland zu kommen , getraeumt habe ich das schon oft genug.

Jetzt noch ein bisschen was ueber den Praesidenten hier. Die Wahlen ueber die Verfassungsreform sind am 2.Dezember, Nikolas, mein neuer Vater meinte gestern, dass es sein kann, dass wir zurueckgeschickt werden, wenn diese Reform durchkommt. Er ist Anwalt und hofft drauf, dass viele Leute dagegen stimmen, ich glaube allerdings, dass das mehr oder weniger egal ist, ob die Mehrheit dafuer oder dagegen ist, weil er sowieso beschummeln wird.

Mir fehlt der Winter und die Kaelte, (was waer der Sommer ohne Winter, sicherlich furchtbar allein...)

Ich werde seltener schreiben koennen, weil dieses Haus keinen Computer hat...

eure Hannah

4 Kommentare 28.11.07 20:07, kommentieren