hallo deutschland.

mir bleiben noch 11 tage in san cristobal, danach werde ich meine gastmutter nach caracas begleiten, mich ein bisschen am strand braeunen, damit ich so aussehe als wuerde ich wirklich aus venezuela kommen und dann gehts am 10.7. ins flugzeug.ich glaube es ist die perfekte zeit zu gehen. ich haette keine lust noch laenger zu bleiben, weil ohne schule oder arbeit oder verantwortung fuehlt man sich nach 10 monaten schon ziemlich nutzlos. ich nehme an , ihr habt den artikel in der rheinpfalz gelesen, ich habe einige rueckmeldungen bekommen ueber die ich mich gefreut habe, aber aus denen immer herauszuhoeren war. dass ihr denkt, ich wuerde mich nicht auf euch alle freuen. das ist der groesste schwachsinn. es wird sicherlich schwer, die leute zu verabschieden, aber mein leben in deutschland ist nicht so leicht zu toppen! ich habe ne klase familie, super freunde und meine anderen beschaefigungen, von denen ich viele wieder aufnehmen werde. die zeit verfliegt, aber ich bin vorbereitet wieder zurueckzukommen und mein neues altes leben neu- und weiterzuleben!

venezuela ist wie immer und es gibt kaum neues zu berichten. ich war grade joggen, damit ich mein gewissen beruhigen kann beim essen. ich gehe jeden tag mit freunden weg. aus dem theater wurde ich zurueckgezogen, weil ich nicht taeglich hin bin , aber auch nicht konnte, das ist gut so. habe letzte woche die erste zirkusvorstellung in venezuela gesehen, bei der viel von der bellissima musik genutzt wurde und viele erinnerung hochkamen.(die stockkampfnummer-musik)...jeden tag verabschieden wir austauschschuelerInnen und mit ihnen , einen teil von unserem jahr. es wir viel geweint, aber auch gelacht und genossen. es ist schon komisch alles, und ich kann es kaum erwarten, dass endlich der tag kommt und der druck abfaellt.

haltet mich auf dem laufenden, wir sehen uns in weniger als 3 wochen...eure hannah 

1 Kommentar 24.6.08 17:17, kommentieren

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Die Endstation...

Ich bin wohl jetzt in der letzten und schwersten Etappe eines Austauschjahres angekommen…
Mir bleiben 27 Tage in Venezuela und jeden Tag einer weniger.
Ich bin wie in der letzten Zeit in Deutschland dabei, mich langsam zurueckzuziehen. Die Theatergruppe besuche ich nur noch hin und wieder, weil bei der naechsten Produktion waere ich ja schon nicht mehr da. Yoga gibt es auch nicht mehr, nur der Zeichenkurs wird noch die naechsten 4 Samstage, die mir bleiben fortgefuehrt.
Ich versuche die Zeit, die mir bleibt gut zu nutzen und auszufuellen und jede Minute zu leben. Das ist aber nicht einfach, weil man irgendwann ja schlafen muss. Und wenn ich dann schlafe, traeume ich seltsame Sachen, die in Deutschland passieren werden. Die meisten dieser Traeume sind komischerweise auf franzoesisch und ich verstehe kein Wort und spreche hilflos spanisch…

Ich bin wirklich wahnsinnig froh diesen Austausch  gemacht zu haben und auch Venezuela war eine gute Wahl fuer dieses Jahr, obwohl es noch viele andere Laender gibt, die ich kennenlernen will und hoffentlich auch werde…jaja wer einmal Blut geleckt hat…Aber erstmal geniesse ich ein bisschen unser geordnetes entwickeltes DeutschlandJ.

Ich freue mich wirklich euch alle wieder zu sehen und darauf die Hauptstrasse auf meinem neuen Fahrrad hoch und runter zu fahren

aber ich glaube, dass dieser Abschied, der mir am 9.7. bevorsteht, einer der schwersten Situationen bis jetzt in meinem Leben wird. Ich werde jetzt noch versuchen ein schoenes Video auf den Blog zu stellen , das eine andere Deutsche fuer uns gemacht hat und echt schoen ist....

Wir sehn uns in 4 Wochen....

4 Kommentare 13.6.08 16:22, kommentieren

Isla Margarita

Am 5. Mai gings los...wir traten unsere letzte rotary-reise an...Als wir auf der Karibikinsel anlegten mit unserem Schiff, nach 20 stunden busfahrt war ich erstmal ein bisschen enttaeucht. ich hatte puren strand, kaum touriste und das absolue paradiesfeeling erwartet, sah aber nur autos, hotels, arme bettelnde menschen und keine einzige palme...sind dann aber erstmal zum hotel gefahren und habe uns dort mit dem pool getroestet.

Am naechsten Tag, schon der 7. mai gings ann an den strand, und der war echt schoen, hohe wellen, weisser sand und nich so viele andere touristen...haben uns gesonnt, schwimmen, reden und eben einfach nur zusammen geniessen...und moeglichst nicht daran denken, dass wir nie mehr so als gruppe zusammentreffen werden...das war eigentlich unsere hauptbeschaefigung in dieser woche...wenn wir tagsueber nich an den strand auf der isla gegangen sind, dann hatten wir andere schoene programmpunkte. wir haben einen tag eine ur  gemacht, in der wi 80 prozent der isla kennengelernt haben. der coolste tag war der 10. mai (jakobs geburtstag!!!), an dem tag sind wir mitdem boot aufeine andere noch kleinere insel namens coche gefahren wo wir ein allinclusive programm hatte. das war genial und ich habe sicher 3 kilo zugenommen an diesem tag.wir sind auch ein bisschen schnorcheln gegangen und haben muscheln gesucht---ich habe viele seeaugen gefunden.Unser bendprogramm war auch ganz nett, neben den eher langweiligere  Abenden im Hotel haben wir uns auch 2 diskos aufderisla angeschaut, leidersind fast alle noch unter 18 und wir konnten nur bis um 1 bleiben...einen Abend haben wir deutsche austauschschueler (knapp ueber die haelfte) gekocht, es gab kartoffelsalat mit schnitzel und knoblauchbrot...war super, man was richtiges zu essen...und eshat allen gefallen.mehr gibt es kau zu erzaehlen---

der letzte abend im autobus war einer der schoensten und traurigsten in diesem jahr, unser chef, der carlos, der uns immer gehuetet und uns geholfen hat, hat us zusammengerufe und angefangen abschied zu nehmen, krass. da sind mir shon die traenen gekommen. dann gings aber ploezlich so in der runde herum, dass jeder austauschschueler ein paar nette, ergreifende worte gesagt hat und am schluss, war der ganze autobus am weinen...

ich glaube das ist das schwerste kapitel in einem austauschjahr, der abschied, aber ich freue mich auch wahnsinnigauf euch alle!!lieben gruss aus venezuela

1 Kommentar 22.5.08 17:32, kommentieren








17.5.08 12:54, kommentieren

1 Monat spaeter

Ich versuche aktuell zu berichten, habe aber Angst mich zu wiederholen. Es geht auf das Ende zu, wie schon das ganze Jahr, es bleiben noch um die 90 Tage, ich bin am zaehlen...

Gestern hatte ich meine Theaterpremiere hier in Venezuela. Hatte nur drei Saetze zu sagen, aber die habe ich erfolgreich hinter mich gebracht. war auch ganz gut besucht, weil wir keinen Eintritt verlangt haben. Es ist echt ganz witzig verschiedene Theaterkulturen kennenzulernen. Wie man sich in Deutschlan "hals-und Beinbruch" wuenscht, so sagt man hier drei Mal "Scheisse" (mierda). und man klatscht sich als schauspieler nach der auffuehrueng selbst, was ja in Deutschland nicht gerne gesehen wird...Auf jeden Fall ist die Gruppe klasse und ich habe sie alle sehr gerne.


 

Wie ich sonst den Tag verbringe hat sich nicht geaendert, lesen, billiard, Freunde, wandern, Kaffee, Theater, Cervezadas und so weiter. In den osterferien bin ich mit der Theatergruppe und anderen Leuten von der Universtitaet an den Strand gefahren, nach "El supi" in der naehe von coro, war schoen aber sehr windig und schon am 2. Tag hatte ich Husten und Schnupfen, aber die Woche habe ich mir davon nicht verderben lassen. Ich habe jetzt viel mehr Moeglichkeiten was zu machen, seit dem ich die Menschen von der Universitaet kenne, die Teilweise Autos haben, oder zumnidest kreative Unternehmungslust. Naechste Woche gehe ich zum Beispiel 4 Tage in ein Dorf "la Grita" und wir werden kochen und usn vergnuegen. Danach gehts dann auch schon bald auf Isla Margarita, 10 Tage und dann faengt auch schon bal Juni an, mein letzter vollker Monat in Venezuela.

Chavez hat sich eingekriegt und die menschen von der Opposition auch. Ich weiss immer weniger was ich von ihm halten soll. Teilweise macht er seine Sache gut, dass mehr aermere Menschen die Moeglichkeit auf ein Dach ueberm Kopf und Bildung haben, also zumindest keine Analphabeten bleiben. Trotzdem ist er nicht sonderlich intelligent, so wie er diese ghanze "revolution" angeht. Er weiss sein Geld nicht zu investieren und hat kaum Kontrolle ueber irgendwas, Korruption, Illegaler Handel von Oel...z. B. sind die Tankstellen-Schlangen im moment kilometerlang und um eine Tankfuellung zu bekommen , kann man mit 2 Stunden Wartezeit rechnen. Da beschweren sich die Venezolaner eben. Ich lese hier keine Zeitung und auch schon lange nicht mehr die deutsche, bin echt schlehct informiert und das wenige, was ich mitbekomme ueber die politische Situation, erfahre ich ueber Chavista , Antichavista oder unpolitische. Das Land ist echt schon krass gespalten. Man vergleicht die Situation der Chavista und Antichavista mit der Berliner Mauer, die Deutschland genauso gespalten habe, wie Chavez dieses Volk...

Das wars erstmal, ich gehe jetzt gleich wieder Billiard spielen und dann schlafen, weil ich morgen in die Schule muss, die ist echt furchtbar...Versuche mich waehrend der Schulzeit in meiner Welt zu verkreichen und moeglichst wenig

Gruesse an Speyer, Bengel und den Rest der Welt. Hannah

10 Kommentare 10.4.08 00:37, kommentieren

venezolanischer Alltag mit austauschschuelerischen gedanken

Halli Hallo,

 es sind jetzt schon 1 1/2 monate vergangen, seitdem ich von der grossen Reise wieder da bin, also schreibe ich auch neue Geschichten aus dem Sueden.

Ich fuehle mich immer wohler und die Zeit vergeht immer schnelle und die Heimreise kommt immer naeher, und mit dem Naeher kommen wachsen verschiedene Aengste. Aber zu jeder Angst gibt es auch eine Vorfreude dazu. Das ist ein komisches Gefuehl und fast wuensche ich mir ich wuerde schon morgend in Speyer sein und Venezuela hintermir haben , um mir nicht mehr den Kopf zerbrechen zu muessen, wie es denn sein wird, wenn ich wiederkomme. Ich werde in der 12. sein und weniger wissen als in der 8., alle werden Autofahren koennen und ich werde zum ersten Mal ein Lenkrad beruehren (ich habe echt noch nie auf der Fahrerseite gesaessen), der Zirskus wird ein anderer sein, in der Theatergruppe werden alle studieren gehen, die Gruene-Jugend hat auch viele neue Leute und ueberhaupot habe ich eben ein Jahr Leben nicht mitbekommen. Und fast das schwerste ist die Menschen hier zurueckzulassen mit dem Wissen, dass man die meisten nie mehr sehen wird. Ueber diesen Kram denke ich immer oefter nach, auch weil ich den Abschied von Karina mitbekommen habe, der echt schlimm war, ich habe noch nie so viel geweint.Genug davon.

 Ich habe jetzt angefangen in einer Theatergruppe von der Universitaet hier mitzumachen. Das macht mir sehr viel Spass auch wenn es nochmal mehr ueberwindung kostet in spanisch zu spielen als in deutsch. aber ich spiele dann einfach immer auslaender, stewarduessen oder andere komische Gestalten, die einen Akzent wie meinen haben koennten. Die Gruppe habe ich auch schon ins Herz geschlossen und ich mache mit ihnen auch am Nachmittag. Ansonsten spiele ich Billiard, verkaufe Armbaender, rede mit Menschen oder lese. Ab und zu gehe ich wandern, da meine beiden Fuesse ja jetzt wieder super funktionieren. Ich glaube ichy geniesse meinen Austausch ganz ordentlich.

Die politische Lage ist wieder ein bisschen angespannter, weil der 2. maechtigste mann von der "gerilla", eine terroristen Gruppe,die Menschen entfuehrt und ermordet, von der kolumbianischen Armee umgebracht wurde, was eigentlich nicht so schlimm ist oder vielleicht sogar besser fuer alle. Das ganze ist aber auf ecuadorischem Terrain passiert und Ecuador wie Hugo Chavez auch, findet die "gerilla" gar nicht schlimm und ist jetzt sauer auf den kolumbianischen Praesident. Die botschafter von venezuela und ecuador wurde aus Kolumbien geholt und die kolumbianischen Botschafter wurden nach Kolumbien zurueckgeschickt und die Grenzen zu Kolumbien sind jetzt staerker militarisiert, eine kurz zeit waren sie sogar geschlossen. Fuer mich heisst das nur, dass ich nicht mehr billig einkaufen gehen kann in Kolumbien, aber mehr eigentlich nicht...Ich hoffe dieser politische Vorgang ist mehr oder weniger richtig erklaert von mir, weil ganz genau versteh ich das ja nie auf spanisch...wenn nicht, dann schreibt kommentare und belehrt mich, (dieser aufruf gilt besonders fuer andreas a.)

was gibt es noch zu sagen. ich komme am 11.juli um 9 uhr morgens in frankfurt an...also sehen wir uns schon bald.im moment bin ich ein bisschen enttaescht, dass so wenig leute komentare schreiben und wuerde mir mehr wuenschen. Ich denke an den Zirkus und hoffe sehr, dass ihr das alles wieder in den griff bekommt!! einen gruss an alle leute die fuehrerschein machen und noch an luise, die bald geburtstag hat und luisa, die schon hatte, aber ich immer noch nicht angerufen habe...aber ich habe an sie gedacht am 9.!!!

 hasta luego

9 Kommentare 12.3.08 20:28, kommentieren

Grosse Reise (25 Tage durch Venezuela)

Ein Monat ist schon wieder vergangen und bin jetzt fast genau in der Haelfte dieses Austauschjahres, was echt wie im Fluge vergeht, gestern bin ich von der grossen Reise gekommen, ueber die ich jetzt einiges schreiben werde... 

Die Kueste...

Am 6.1. gings los, gleich in den Norden, Richtung Meer nach Maracaibo. Eine Gruppe von 40 Jugendlichen aus Daenemark, Deutschland (19 Menschen), Belgien, Brasilien, Canada, Usa, Bermuda und Frankreich...Maracaibo ist beruehmt fuer den groessten See von Suedamerika, in dem man aber nicht baden soll, weil er hauptsaechlich zum Oelzapfen genutzt wird, riesige Geldmengen werden da jeden Tag aus dem See geholt, die das Land zu einem der reichsten von Suedamerika machen...am Ufer dieses Sees liegen typische Haeuser, die einen sehr an Venedig erinnern, weil sie auf Stelzen , halb im See, halb am Ufer liegen. Der Unterschied ist, dass die Menschen in diesen Stelzenhaeusern viel aermer sind als die in Venedig...Habe mich nicht sehr wohlgefuehlt als wir diese Haeuser besichtigt haben, sind da rein geschlappt, als riesige auslaendische Gruppe mit Kameras und haben Fotos von der Armut gemacht, um danach ins Sambil, dieses riesige Einkaufszentrum fuer reiche Leute zu fahren...sehr ironisch.Am naechsten Tag gings weiter nach Coro, zum ersten Mal in Venezuela habe ich das Meer gesehen, was mich sehr bewegt hat. Der Strand in Coro war aber nichts gegen die Straende der naechsten Tage...9.1. sind wir von Chichiriviche, ein kleines haessliches, touristisches Dorf mit einer Lancha(kleines Boot) zu den kleinen Inseln in der Caribic gefahren, los cayos. Und das sind die schoensten Straende der Welt, der Sand ist weich, das Meer kristallklar und die Sonne knallt vom Himmel, leider wollen viele Leute diese Straende geniessen und es kommt nicht das Gefuehl von einsamer Insel auf...Obwohl diese cayos unter Naturschutz stehen, liegt sehr viel Muell rum, was mich echt stoert, aber in Venezuela findet man kaum Plaetze ohne Muell...Am 12.1.haben wir Chichiriviche verlassen und sind ueber Valencia (wo wir nur gegessen haben und wieder in ein Einkaufszentrum sind) nach Puerto la Cruz gefahren, eine Stadt im Osten und an der Kueste...sind in die Altstadt gefahren, die nicht wirklich alt war, haben Ruinen und Kirchen gesehen, ueber die ich aber nichts sagen kann, weil ich das schonwieder vergessen habe...13.1. sollte ein Tag am Strand sein, nachdem wir um 10 Uhr am Strand angekommen sind, sind ich und eine Freundin aus den USA in Seeigel getreten die giftig sind...und haben den Rest des Tages in verschiedenen *Krankenhaeusern* verbracht, wobei es eher um Brooke (USA) ging, die richtig Schmerzen hatte und mindestens 7 Stacheln im Fuss, ich gluecklicherweise nur einen. Die venezolanischen Aerzte konnten uns nicht helfen, was uns ein bisschen beunruhigt hat. Es wurde uns Antibiotika verschrieben...und den Stachel spuer ich nicht mehr, er ist allerdings bis heute in meinem Fuss...Der 14.1. war auch ein aufregender Tag. Es war unser erster *freier* Tag waehrend der Reise, an dem wir ausschlafen konnten und machen was wir wollen...bin also gegen elf aufgestanden und habe mich zum lesen rausgesetzt...Mein Zimmer im Hotel habe ich offengelassen, weil ich nahe der Tuer sass und ich keine Gefahr in Dieben sah, weil keine anderen Besucher ausser unserer Gruppe im Hotel warn...mit den Besuchern hatte ich auch Recht, Dummerweise gab es 2 Affen die dort gelebt haben und sehr schlau sind. Ich habe sie eine zeitlang von meinem Liegestuhl aus beobachtet bis mir etwas komisches in der Hand des Affen aufgefallen ist, silbern, schachtelgroesse...meine Kamera....panikartig bin ich Essen suchen gegangen, um den Affen (seine Name ist Poncho) von dem drei Meter hohen Baum runterzulocken, ohne Erfolg. Nach einer halben Stunde hat er meine Kamera fallen gelassen. Sie hat den Aufprall auf dem Boden nicht ueberlebt. Das haette ich dem Affen ja noch verzeiht. Als ich aber in den Pool gegangen bin, um mih zu erfrischen, hat er auch noch mein neues (!) T-shirt geklaut, das ich am Rand liegen gelassen habe...2 Stunden spaeter und ein bisschen zerstoert, aber noch brauchbar hat er auch das vom Baum fallen lassen...Seit diesem Tag bin ich nicht sehr gut auf Affen zu sprechen...15.1. Aufbruch in den Norden. Auf dem Weg nach Puerto Ordaz haben wir 2 Parks besichtigt, mit Wasserfaellen und vielen Affen, die mich aber diesmal in frieden gelassen haben. Danach Museumsbesuch ueber die Energiequellen Venezuelas...Staudaemme und so...

Gran Sabana...

16.1. , nachdem wir den ganzen Tag im Bus verbracht haben, sind wir am Nachmittag in der grossen Savanna angekommen...sehr spektakulaer war das erstmal nicht weil alles flach und trocken ist...wurden in einem kleinen Hotel untergebracht, wo wir uns nicht mit Seife oder shampoo waschen durften weil es keine Kanalisation gibt. An diesem Abend haben wir ein paar Gruppenspiele gemacht, um uns besser kennenzulernen, war ganz nett. 17.1. war ein toller Tag, sind morgens um 8 Uhr in Jeeps aufgebrochen und 3 Stunden durch die Savanna gefahren, weit und breit nichts...bis wir an einen Fluss gestossen sind und in Lanchas weiter sind mit Indio-Fuehrern, die die Sprache der indios sprechen , die total interessant, aber unverstaendlich ist. Spaeter sind wir dann gewandert, erst zu einem recht grossen Wasserfall, Salto Apuwao. beeindruckend! Haben uns dort aber nicht gebadet , weil zu gross und stark und sind weiter zu einem kleineren versteckten Wasserfall gelaufen...wo wir uns gebadet haben. Wir ein Natur Spassbad...18.1. Aufbrauch zur brasilianischen Grenze, auf dem Weg im wieder Stops um andere Wasserfaelle zu sehen...naturaleza maravillosa!!

Brasilien, Estado Amazonas... 

In der Nacht , Ankunft in nem kleinen Dorf, Santa Elena, man kann dort nichts machen ausser interessante Leute treffen, die alle ihre Geschichten zum erzaehlen haben. Habe mit vielen Rucksacktouristen gesprochen und bin wild entschlossen auch auf diesem Weg durch Laender zu reisen...Brasilien zum Beispiel. Am 19.1 sind wir am Morgen bis zu einem Aussichtspunkt gewandert, von dem man die Lunge der Welt ueberblicken kann, den Staat Amazonas mit viel Tropenwald. Danach sind wir nach Brasilien, in ein kleines Dorf mit leckerem Essen und genialen Ohrringen und anderem Kram, werde viel nach Deutschland mitbringen!! 20. und 21. freie Tage fuer mich, ein Teil der Gruppe ist zum Salto Angel geflogen , dem groessten Wasserfall der Welt. Sie mussten dafuer aber einiges bezaehlen, um die 300 Euro (1 000 000 Bolivares).Ich bin dafuer am 21. nochmal nach Brasilien gefahren, um neuerdings shoppen zu gehen. Auf dem Rueckweg hatten wir aber Probleme das Land zu verlassen, weil die Leute an der Grenze um Gasolina gestritten haben und keine Autos die Grenze passieren konnten. haben also unser Taxi verlassen und sind zu Fuss bis nach Venezuela gelaufen, zwischen den streitenden Leuten durch...habe mich wie ein Fluechtling gefuehlt, war aber kein grosses Ding, haben uns ein neues Taxi in Venezuela gesucht und sind bis zu unserem Hotel gefahren...22.1. Unser Autobus hatte ne Panne und wir haben 2 Stunden in der Pampa , in der Knallen Sonne warten muessen...Danach gings weiter bis nach Ciudad Bolivar, wo wir drei Tage geblieben sind. Haben ein Museum besucht, mit ganz schoener Kunst und sind durch die Stadt geschlappt um Geschichten ueber den grossartigen Befreier simon Bolivar zu hoeren. Der glaube ich gar nicht so grossartig war...Am 25.1. gehts weiter in Richtung Westen, fast den ganzen Tag im Autobus, muessen immer wieder anhalten, u den Orinoco zu ueberqueren oder weil die venezolanische Polizei uns kontrolliert, ungefahr jede Stunde einmal...verrueckte Menschen mit riesigen Waffen, die mir echt Angst machen. Im Hotel angekommen erfrischen wir uns nur noch im Pool und gehen schlafen, weil der naechste Tag ein recht volles Programm hat. Um 7 brechen wir auf, um im Tropenwald wandern zu gehen. Abenteuerlich wirklich. Nach einer Stunde im Wald sind wir an einen Fluss gekommen ueber dem sich 100e von Schmetterlingen getuemmelt haben, ein herrliches Bild. Nachdem wir uns erfrischt haben und aus Bananenblaettern Wasser getrunken haben, sind wir weiter gewandert, ich war einer der ersten in der Gruppe und irgendwie haben wir nicht gemerkt , dass kein Guia in unserer Naehe war und sind gewandert und gewandert, bis wir gemerkt haben, dass wir allein sind...das war ein gefuehl. Um dich rum mega viele dir unbekannte Tiere. Der tropische Regenwald hat einen wahnsinnigen Geraeuschpegel. Wir haben dann dort ungefaehr eine halbe Stunde auf den Guia gewartet, immer wieder schreiend zwischendrin. Entweder um auf uns aufmerksam zu machen oder vor Angst vor den Spinnen oder anderen grossen Insekten. Sind aber wieder heil aus dem Wald gekommen, bis zu einem Indiodorf....beeindruckend wie die Menschen dort leben. Ich habe mit den Menschen, die spanisch gesprochen haben ein bisschen gesprochen , auch ueber Chavez, von dem sie eine gute Meinung haben, weil er dem Dorf essen  und Geld schickt und ihnen das Leben erleichtert. Am Nachmittag sind wir noch zu einer Naturrutschbahn gefahren, die sich aber als Flop rausgestellt hat. Die Leute, die gerutscht sind, haben sich fast alle verletzt. Ich (weil viel vernuenftiger) bin nicht gerutscht und hab mich nur im Wasser erfrischt. Sind also relativ schnell wieder aufgebrochen , um die Leute zu verarzten. Am 27.1. sind wir schon um 4 Uhr morgens aufgebrochen zu unserer letzten und schoensten Station. Zu einer Finqua auf und um die Tiere gelebt haben, aber keineswegs eingesperrt. Haben 3 Ausfluege in nem ´Freiluf-Jeep gemacht und Kaimane, Krokodile, Kapaware, Schildkroeten Flamingos, Pyranhas und viele andere Tiere, die ich noch nie gesehen habe und nicht benennen kann gesehen. Am Schluss haben wir noch ne Anakonda um den Hals gelegt bekommen haben...Danach gings wieder nach San Christobal...

Wieder hier....

werde ich Karina verabschieden, die morgen nach Brasilien zurueckkehrt, ziemlich schwer fuer alle...Am 2. Februar werde ich in meine 3.Familie wechseln, worauf ich mich mehr oder weniger freue. Danach geht der Austausch normal weiter, mit Schule und so.

Werde ein andermal die ganzen Mails beantworten, aber ihr habt ja jetzt erstmal genug Stoff zum lesen. Schreibt mit weiterhin. Vermisse euch, aber in 5 Monaten komme ich ja schon wieder.

Gruss und Kuss

Hannah

4 Kommentare 29.1.08 19:13, kommentieren